Anton Docher (* 1852 in Le Crest, Frankreich als Antonin Jean Baptiste Docher; † 18. Dezember 1928 in Albuquerque, USA) war ein französischer Franziskaner, Missionar und Verteidiger der Indianer. Er lebte 34 Jahre lang im Dorf Isleta Pueblo in New Mexico.[1]
Noch als Seminarist war er an Kolonialkriegen in Tunesien und Indochina beteiligt. Später war er bis zu seinem Tod Missionar bei den Indianern in New Mexico.[1][2][3]
Während seines langen Aufenthalts in Isleta traf er zahlreiche Berühmtheiten dieser Zeit wie die Königliche Familie Belgiens, Willa Cather, Adolph Francis Alphonse Bandelier und Charles Fletcher Lummis.[4][5]
Er wurde als Vorbild für die Figur von Padre Jesus de Baca im Roman von Willa Cather Der Tod kommt zum Erzbischof.[6][7] Seine Abenteuer erzählt man in einem Roman von Samuel Gance, Anton ou la trajectoire d'un père, der im Januar 2013 veröffentlicht wurde.[8] 2018 schreibt der Autor Philippe Morvan einen Roman, Ours, der bei Calmann-Lévy veröffentlicht wurde. Er sagt, dass er Anton Docher als Vorbild genommen hat.[9] Und schließlich zitiert Mary Ellen Snodgrass ihn als einen der 231 bedeutendsten Pioniere der Eroberung des amerikanischen Westens.[10]
Personendaten | |
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NAME | Docher, Anton |
ALTERNATIVNAMEN | Docher, Antonin Jean Baptiste (Geburtsname) |
KURZBESCHREIBUNG | französischer Franziskaner, Missionar und Verteidiger der Indianer |
GEBURTSDATUM | 1852 |
GEBURTSORT | Le Crest in Frankreich |
STERBEDATUM | 18. Dezember 1928 |
STERBEORT | Albuquerque, USA |