Bioggio liegt im Süden des Malcantone und in der Ebene des Flusses Vedeggio, 2 Kilometer südwestlich von Lugano, zu dessen Agglomeration die Gemeinde gehört. Bioggio besteht aus den Dörfern Bioggio, Bosco Luganese, Cimo und Iseo und zahlreichen kleinen Weilern.
„Die Anwesenheit der Römer rund um den Luganersee ist ab dem 1. Jahrhundert vor Christus belegt; sie hatten nördlich des Sees in Bioggio zumindest ein wichtiges Zentrum.“[5]
Die erste urkundliche Erwähnung von Bioggio datiert aus dem Jahre 1022 als Biegio. 1992 wurden bei Ausgrabungen Reste eines römischen Gebäudes aus dem 3. Jahrhundert entdeckt, das wahrscheinlich als Thermen genutzt wurde. Im Mittelalter waren Adelsfamilien aus Lugano und Como in Bioggio begütert. Bioggio hing von der PfarreiAgno ab, wurde aber 1708 eine selbständige Unterpfarrei. Die Kirche des heiligen Maurizius, erwähnt 1261, wurde nach dem Bau der gegenwärtigen, vom Architekten Girolamo Grossi errichteten und am 7. Juli 1791 eingeweihten Pfarrkirche abgebrochen.
Ab 1960 entstand östlich des Vedeggio eine Industriezone, die heute zur Agglomeration Lugano gehört. Am 4. April 2004 wurde die alte Gemeinde Bioggio mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Bosco Luganese und Cimo fusioniert. Die neue Grossgemeinde übernahm den Namen Bioggio, liess jedoch ein neues Wappen aus Elementen der früheren Gemeinden schaffen. Auf den 20. April 2008 wurde die Gemeinde Iseo in die Gemeinde Bioggio integriert.
Bioggio-Bosco Luganese-Muzzano-Agnuzzo bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.[6][7]
Durch die Gemeinde führen die Hauptstrasse von Manno und von Lugano nach Ponte Tresa. An das öffentliche Verkehrsnetz ist die Gemeinde durch zwei Haltestellen der Lugano-Ponte-Tresa-Bahn angeschlossen. Ein Teil des Flughafens Lugano liegt auf dem Gemeindegebiet.
Pfarrkirche San Maurizio erwähnt 1261, wurde nach dem Bau der gegenwärtigen, vom Architekten Gerolamo Grossi errichteten und am 7. Juli 1791 eingeweihten Pfarrkirche abgebrochen[12][13]
Archäologische Strecke: Römische Kultstätte und antike Siedlung von San Maurizio[15]
Oratorium Sant’Ilario mit Stuckarbeiten, reicht wahrscheinlich auf das 13. Jahrhundert zurück; sie wurde 1680 fast vollständig wiederaufgebaut[12][16]
Oratorium Beata Vergine dei Mulini mit Ölgemälde Riposo durante la fuga in Egitto des Malers Giuseppe Antonio Maria Torricelli aus Lugano, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts[12]
Ottavio Lurati: Tra Agno, Bioggio, Manno, Bironico: l’intrecciarsi di nomi legati al Vedeggio. In: Nuovo Almanacco Malcantonese-Valle del Vedeggio-Collina d’Oro. Agno 2008, S. 19–21.
Simona Martinoli u. a.: Bioggio. In: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007.
Nicola Navone (Hrsg.): Dalle rive della Neva. Epistolari di tre famiglie di costruttori nella Russia degli zar. Mendrisio Academy Press, Mendrisio 2009.
Giovanni Maria Staffieri: Bioggio. In: Malcantone. Testimonianze culturali nei comuni malcantonesi. Lugano-Agno 1985, S. 82–87, 101.