Neben ihrer Tätigkeit als Zeithistorikerin veröffentlicht Oleschinski seit 1990 Gedichte und Essays. Angelika Overath bezeichnete sie in der Neuen Zürcher Zeitung als „zu den bedeutenden neuen Stimmen der deutschsprachigen Lyrik“ gehörend.[1] Oleschinski vertritt die Sichtweise, dass Bedeutungen und Wirkungen von Gedichten nicht aus der Intention des Schreibenden erwachsen, sondern in jedem einzelnen Rezipienten individuell entstehen. Gedichte seien, meint sie, latente Energien, die durch ein Sich-darauf-Einlassen freigesetzt würden.[1] Oleschinski gehört seit 1998 dem PEN-Zentrum Deutschland an.
2023: Literaturpreis Ruhr für die Übertragung von Grabtuch aus Schmetterlingen, zusammen mit der Autorin Lina Atfah und dem Mitübersetzer Osman Yousufi.[3]
„Feindliche Elemente sind in Gewahrsam zu halten“. Die sowjetischen Speziallager Nr. 8 und Nr. 10 in Torgau 1945–1948. Leipzig 1997 (zusammen mit Bert Pampel).
Your passport is not guilty. Reinbek bei Hamburg 1997.
Rollrasen auf der Selbstfahrlafette. Zu drei Gedichten von Ron Winkler. In: BELLA triste, Nr. 17 (Sonderausgabe zur deutschsprachigen Gegenwartslyrik), Hildesheim 2007.
Als Herausgeberin:
Das Torgau-Tabu. Leipzig 1993 (zusammen mit Norbert Haase).
Torgau – ein Kriegsende in Europa. Bremen 1995 (zusammen mit Norbert Haase).
Als Übersetzerin:
Susan N. Kiguli: Zuhause treibt in der Ferne. Gedichte. Englisch–deutsch. Herausgegeben von Indra Wussow. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-88423-404-4.
Lina Atfah: Grabtuch aus Schmetterlingen. Gedichte. Arabisch-deutsch. Übersetzt und nachgedichtet von Brigitte Oleschinski und Osman Yousufi. Pendragon Verlag, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-86532-808-3.
↑ abAngelika Overath: Von der Sucht, Gedichte zu denken. Poetologische Essays und Prosa von Brigitte Oleschinski. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. April 2002.