Die Home Nations Series (kurz: Home Series; dt. Heimatnationen-Serie) ist eine Turnierserie im Snooker bestehend aus vier Turnieren in den vier Landesteilen des Vereinigten Königreichs in einer Profisaison.
Am 29. April 2015 verkündete Barry Hearn, Vorsitzender des World Snooker, dass ab der Snookersaison 2016/17 eine „Home Nations Series“ in den Spielkalender aufgenommen wird. Die Home Series umfasst die Turniere der vier Einzelländer des Mutterlandes des Snooker. Dazu gehört neben den Northern Ireland Open, Scottish Open und Welsh Open auch die 2016 neu gegründeten English Open. Die Home Series stellen im eigentlichen Sinne somit keine eigenständige Turnierserie dar, vielmehr werden die Ergebnisse der Einzelturniere zusammengefasst und die Sieger erhalten einen Extrabonus. Derjenige, der alle vier Turniere innerhalb einer Saison gewinnt, erhält einen Sonderbonus von 1 Mio. £. Zusätzlich vergibt die Home Series zwei Wildcards an Amateurspieler. Die vier Nationalverbände (National Governing Bodies, NGB) wählen die Wildcardspieler nach Kriterien aus, die sie zuvor mit der WPBSA abgestimmt haben.[1][2][3]
Die Pokale der einzelnen Turniere sind nach bekannten Snookerspielern der jeweiligen Länder benannt, im Einzelnen sind es:
Alle Turniere sind Major-Ranglistenturniere der Snooker Main Tour und werden mit 128 Spielern ausgetragen. Nachdem zuerst alle Profispieler nominiert wurden, werden danach die Wildcardspieler nominiert und zum Schluss die Qualifikanten der Q-School. Bis einschließlich Achtelfinale wird auf Best of 7 gespielt. Im Viertelfinale auf Best of 9, Halbfinale Best of 11 und im Finale dann Best of 17. Die Preisgelder sind für alle vier Turniere einheitlich und stiegen im Lauf der Jahre teilweise erheblich:
Saison[8] | Gesamtpreisgeld | Siegprämie |
---|---|---|
2016–19 | 366.000 £ | 70.000 £ |
2019–22 | 405.000 £ | 70.000 £ |
2022–24 | 427.000 £ | 80.000 £ |
2024/25 | 550.400 £ | 100.000 £ |
In allen vier Turnieren der Home Nations Series gilt eine andere Kleiderordnung als bei den meisten anderen Turnieren. Die Spieler tragen keine Weste und keine Fliege, sondern schwarze Hose und ein Hemd, die Schiedsrichter tragen ein weißes oder schwarzes Hemd ohne Krawatte. Dies soll die Turniere der Home Nations Series von den anderen Turnieren etwas abheben.[9]