Gemeinde Las Navas del Marqués | ||
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Wappen | Karte von Spanien | |
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Basisdaten | ||
Land: | ![]() | |
Autonome Gemeinschaft: | ![]() | |
Provinz: | Ávila | |
Comarca: | Burgohondo - El Tiemblo - Cebreros | |
Gerichtsbezirk: | Ávila | |
Koordinaten: | 40° 36′ N, 4° 20′ W | |
Höhe: | 1280 msnm | |
Fläche: | 97,93 km² | |
Einwohner: | 5.590 (Stand: 2024)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 57 Einw./km² | |
Postleitzahl(en): | 05230 | |
Gemeindenummer (INE): | 05168 | |
Verwaltung | ||
Bürgermeister: | Javier Sastre Nieto | |
Website: | Las Navas del Marqués | |
Lage des Ortes | ||
Las Navas del Marqués ist eine Kleinstadt und eine Gemeinde (municipio) mit 5.590 Einwohnern (Stand: 2024) im Osten der Provinz Ávila in der Autonomen Region Kastilien-León in Zentralspanien. Der historische Ortskern ist als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico anerkannt.
Der Ort Las Navas del Marqués liegt in der Sierra de Malagón, einem Teilabschnitt des Iberischen Scheidegebirges in einer Höhe von ca. 1280 m ungefähr 37 km (Fahrtstrecke) südöstlich von Ávila und nur ca. 27 km vom Escorial entfernt. Das Klima ist gemäßigt bis warm; der eher spärliche Regen (ca. 480 mm/Jahr) fällt mit Ausnahme der eher trockenen Sommermonate übers Jahr verteilt.[2]
Jahr | 1857 | 1900 | 1950 | 2000 | 2017 |
Einwohner | 2.731 | 2.647 | 3.866 | 4.272 | 5.187[3] |
Die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen auf dem Lande haben seit dem 19. Jahrhundert zu einem kontinuierlichen Bevölkerungswachstum in den Städten geführt. Bei Las Navas kommen die relative Nähe zum Großraum Madrid bzw. zum Escorial hinzu.
Las Navas del Marqués und sein Umland sind traditionell landwirtschaftlich orientiert, aber auch Kleinhändler, Handwerker und Dienstleister haben sich im Ort niedergelassen. Heute spielt – vor allem im Sommer – der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) eine nicht unwesentliche wirtschaftliche Rolle.
Das hochgelegene Gebiet von Las Navas war in vorrömischer Zeit vom keltischen Volksstamm der Vettonen besiedelt, doch wurden auf dem Gemeindegebiet weder römische noch westgotische oder maurische Spuren entdeckt und so beginnt sie Geschichte des Bergortes wahrscheinlich erst nach der Rückeroberung (reconquista) der Gegend durch den König Alfons VI. von León und der anschließenden Wiederbesiedlung (repoblación) durch Christen aus dem Norden, aber auch durch Mozaraber aus dem Süden im späten 11. Jahrhundert.