Obernberg am Brenner
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Wappen | Österreichkarte | |
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Basisdaten | ||
Staat: | Österreich | |
Bundesland: | Tirol | |
Politischer Bezirk: | Innsbruck-Land | |
Kfz-Kennzeichen: | IL | |
Fläche: | 38,66 km² | |
Koordinaten: | 47° 1′ N, 11° 25′ O | |
Höhe: | 1380 m ü. A. | |
Einwohner: | 402 (1. Jän. 2024) | |
Bevölkerungsdichte: | 10 Einw. pro km² | |
Postleitzahl: | 6157 | |
Vorwahl: | 05274 | |
Gemeindekennziffer: | 7 03 36 | |
NUTS-Region | AT332 | |
Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Außertal 34a 6157 Obernberg am Brenner | |
Website: | ||
Politik | ||
Bürgermeister: | Josef Saxer (Gemeinsam für Obernberg) | |
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (11 Mitglieder) |
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Lage von Obernberg am Brenner im Bezirk Innsbruck-Land | ||
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria |
Obernberg am Brenner ist eine Gemeinde mit 402 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2024) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.
Obernberg liegt im gleichnamigen Tal, das vom Wipptal bei Gries am Brenner abzweigt. Den Talschluss bilden die wuchtige Schwarze Wand und die Kalkzacken des Obernberger Tribulauns im Kontrast zum darunterliegenden Urgesteingelände.
Die Gemeinde wird vom Obernberger Seebach durchflossen, Der von Fichtenwäldern umgebene Obernberger See ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Die Gemeinde hat eine Fläche von 38,66 Quadratkilometer. Davon sind sieben Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 43 Prozent Almen und 33 Prozent sind bewaldet.[1]
Das Gemeindegebiet setzt sich aus sieben Weilern zusammen:
Trins | ||
Gschnitz | ![]() |
Gries am Brenner |
Brenner (Südtirol) |
In der Antike nutzte man das Gebiet als Jagdrevier. Das Tal diente bereits zur Bronzezeit als Almweide, und die einmarschierenden Römer trafen 15 v. Chr. auf einen blühenden Bergbau, der im 16. Jahrhundert aufgegeben wurde.
Die Flurnamen auf dem Gemeindegebiet legen nahe, dass der Großteil der Urbarmachung und Besiedelung erst durch die Bajuwaren erfolgte.
Ursprünglich hieß das Tal Vinaders oder Berg Vinaders. Die erste urkundliche Erwähnung von 1305 lautet „in montem Vinaders“. 1320 ist „in superiori monte Vinaders“ (‚auf dem Obernberg Vinaders‘) verschriftlicht. Obernberg bestand aus den Almen, die am Berg nach Vinaders kommen. Aus der Wendung bei/am/in oberen Berg hat sich schließlich der Name Obernberg gebildet.[2]
Obernberg war bei Kaiser Maximilian I. ein beliebtes Ziel für den Jagdausflug.
Die Besiedlung des Tals ging bis ins frühe 20. Jh. über einige Schwaighöfe nicht hinaus.
Von den 48 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 16 im Haupt-, 24 im Nebenerwerb und acht von juristischen Personen geführt. Diese acht bewirtschafteten fast drei Viertel der Flächen. Die sieben Erwerbstätigen des Produktionssektors arbeiteten in zwei Baufirmen. Der wichtigste Arbeitgeber des Dienstleistungssektors war der Bereich soziale und öffentliche Dienste mit 14 Mitarbeitern.[4][5][6]
Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | ||
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2011 | 2001 | 2011 | 2001 | |
Land- und Forstwirtschaft 1) | 48 | 50 | 26 | 24 |
Produktion | 2 | 1 | 7 | 6 |
Dienstleistung | 17 | 10 | 28 | 36 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Im Jahr 2011 lebten 179 Erwerbstätige in Obernberg am Brenner. Davon arbeiteten 54 in der Gemeinde, siebzig Prozent pendelten aus.[7]
Der Gemeinderat besteht aus elf Mandataren.
Partei | 2022[8] | 2016[9] | 2010[10] | ||||||
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Prozent | Stimmen | Sitze | Prozent | Stimmen | Sitze | Prozent | Stimmen | Sitze | |
Gemeinsam für Obernberg | 52,22 | 141 | 6 | 49,23 | 128 | 5 | |||
Einheitsliste | 47,78 | 129 | 5 | 50,77 | 132 | 6 | 51,32 | 136 | 6 |
Tiroler Bauernbund + ÖAAB | 34,72 | 92 | 4 | ||||||
Bürgerliste | 13,96 | 37 | 1 |
Bürgermeister von Obernberg am Brenner ist Josef Saxer.[11]
Bürgermeister-Stellvertreter von Obernberg am Brenner ist Alois Messner.
Das 1973 von der Tiroler Landesregierung verliehene Gemeindewappen zeigt in Rot zwei goldene Kegel und einen König mit Krone im Dreipass. Die drei goldenen Kegel verweisen auf die Sage vom goldenen Kegelspiel, welches im Rasselstein vergraben sein soll und vom Bergkönig bewacht wird. Der wahre Kern der Sage sind vermutlich die Bodenschätze des Tribulaun.[3]
Obernberg pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Heddesbach in Deutschland.[12]