Râu de Mori Mühlendorf Malomvíz | ||||
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Basisdaten | ||||
Staat: | ![]() | |||
Historische Region: | Siebenbürgen | |||
Kreis: | Hunedoara | |||
Koordinaten: | 45° 30′ N, 22° 51′ O | |||
Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||
Höhe: | 506 m | |||
Fläche: | 386,12 km² | |||
Einwohner: | 2.991 (1. Dezember 2021[1]) | |||
Bevölkerungsdichte: | 8 Einwohner je km² | |||
Postleitzahl: | 337380 | |||
Telefonvorwahl: | (+40) 02 54 | |||
Kfz-Kennzeichen: | HD | |||
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024[2]) | ||||
Gemeindeart: | Gemeinde | |||
Gliederung: | Râu de Mori, Brazi, Clopotiva, Ohaba-Sibișel, Ostrov, Ostrovel, Ostrovu Mic, Sibișel, Suseni, Unciuc, Valea Dâljii | |||
Bürgermeister : | Flaviu Dilertea (PSD) | |||
Postanschrift: | Str. Principală, nr. 1 loc. Râu de Mori, jud. Hunedoara, RO–337380 | |||
Website: |
Râu de Mori, alte Schreibweise Rîu de Mori [deutsch Mühlendorf, ungarisch Malomvíz),[3] ist eine Gemeinde im Kreis Hunedoara in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
] (veraltet Suseni;Râu de Mori ist auch unter der deutschen Bezeichnung Mühldorf und der ungarischen Malomvize bekannt.[4]
Die Gemeinde Râu de Mori liegt im Südwesten Siebenbürgens im Hatzeger Land (Țara Hațegului), in den nördlichen Ausläufern des Retezat-Gebirges. Am Bach Râușor – ein rechter Zufluss des Râul Mare – und der Kreisstraße (drum județean) DJ 686 gelegen, befindet sich der Ort ca. 18 Kilometer südwestlich der Kleinstadt Hațeg (Hatzeg); die Kreishauptstadt Deva (Diemrich) liegt etwa 68 Kilometer (42 km Luftlinie) nördlich von Râu de Mori entfernt.
Der Ort Râu de Mori, ein ehemaliges Hörigendorf, wurde erstmals 1359 urkundlich erwähnt.[3] Auf Grund archäologischer Funde auf einem von den Einheimischen Livada lui Binder genannten Areal ist nach Angaben von Nemeș (1988–1991), Andrițoiu (1992) und Kalmar-Maxim (1999) die Geschichte der Besiedlung der Region jedoch bis in die Bronzezeit zurückzudatieren.[5] Des Weiteren sind nach Angaben von J. M. Ackner, I. Mallasz, I. Marțian u. a., Funde aus der Römerzeit gemacht worden.[6] Im 15. Jahrhundert gehörte der Ort Râu de Mori zu den 30 Dörfern der kleinadligen Familie Cândea (später magyarisiert Kendeffy).[3]
Die Bewohner leben heute vorwiegend von der Landwirtschaft und der Holzverarbeitung. Am Stausee Ostrov wird ein Wasserkraftwerk betrieben.
1850 lebten auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde 3781 Menschen. 3619 davon waren Rumänen, 73 Roma, 70 Magyaren, elf Siebenbürger Sachsen und acht andere. Die höchste Einwohnerzahl (5304) – und gleichzeitig die der Rumänen (5109) – wurde 1977 erreicht. Die höchste Anzahl der Ungarn (141) und die der Deutschen (55) wurde 1910, die höchste Anzahl der Roma (117) 1956 ermittelt. Darüber hinaus bezeichnete sich 1890 und 2002 ein Einwohner, 1977 vier Einwohner als Ukrainer, 1880, 1910 und 1977 je zwei Einwohner als Serben, 1910 und 1966 ein Einwohner als Slowake.[7]
2002 lebten in der Gemeinde Râu de Mori 3546 Menschen, davon waren 3428 Rumänen, 88 Roma, 25 Magyaren, zwei Italiener, ein Ukrainer, ein Lipowaner und ein anderer.[8]