Vigdis Hjorth (* 19. Juli 1959 in Oslo, Norwegen) ist eine norwegische Schriftstellerin.
Vigdis Hjorth wuchs in der norwegischen Hauptstadt Oslo auf. Sie machte 1983 ihren Studienabschluss in Ideengeschichte, Politikwissenschaften und Literatur. Noch im selben Jahr debütierte sie mit dem Kinderbuch Pelle-Ragnar i den gule gården als Schriftstellerin. Ihr Folgeroman Jørgen + Anne er sant, der unter dem Titel Tilla liebt Philipp in deutscher Übersetzung erschien, wurde 2011 unter dem Titel Anne liebt Philipp verfilmt. Außer ins Deutsche wurden ihre Bücher auch ins Dänische, Isländische, Russische, Schwedische und Ukrainische übersetzt.
Hjorth ist Mutter dreier Kinder und lebt in Nesøya, nahe Asker. Zuvor lebte sie unter anderem in Kopenhagen, Bergen, der Schweiz und Frankreich. Nach einem Verkehrsdelikt musste sie im Jahr 2009 für 30 Tage ins Gefängnis. Ihre Erfahrungen verarbeitete sie im 2011 erschienenen Buch Tredve dager i Sandefjord. In Hjorths 2016 veröffentlichtem und im selben Jahr mit dem Kritikerprisen und dem Bokhandlerprisen ausgezeichnetem „autofiktionalen“ Roman Arv og miljø stellte sie einen sexuellen Missbrauch durch ihren Vater in den Raum. Dies führte zu einer Gegenreaktion ihrer jüngeren Schwester, der Juristin Helga Hjorth, die Vigdis Hjorths Behauptung 2017 in ihrem ebenfalls als autofiktional ausgegebenen Debütroman Fri vilje in Abrede stellte.[1]
Personendaten | |
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NAME | Hjorth, Vigdis |
KURZBESCHREIBUNG | norwegische Schriftstellerin |
GEBURTSDATUM | 19. Juli 1959 |
GEBURTSORT | Oslo, Norwegen |