Havenstein wurde als Sohn des Lokomotivführers Otto Havenstein und dessen Ehefrau Marie in Wittenberge geboren. Schon bald nach seiner Geburt zog die Familie nach Harburg (seit 1937: Hamburg-Harburg), wo Otto Havenstein seinen beruflichen Aufstieg bei der Deutschen Reichsbahn fortsetzte und es bis zum Reichsbahnoberinspektor brachte.[1]
Klaus Havenstein begann 1937 eine Lehre als Einzelhandelskaufmann in einem Lebensmittelgeschäft. Gegen den Willen seines Vaters nahm er bei einem Privatlehrer Schauspielunterricht. Zum 27. August 1939 trat er der SS bei.[2] Zu Kriegsbeginn wurde er als Artillerist eingezogen. Er diente in der Leibstandarte SS Adolf Hitler und nahm am Frankreichfeldzug, an der Besetzung Griechenlands und am Krieg gegen die Sowjetunion teil. Zum 1. Juli 1943 wurde er zum SS-Oberscharführer befördert. Gegen Kriegsende geriet er in US-Kriegsgefangenschaft.[3]
Klaus Havenstein war seit 1958 verheiratet. Am 19. März 1998 starb er 75-jährig in München an einem Herzinfarkt. Sein Grab befindet sich auf dem Münchner Nordfriedhof (Nr. 119-1-30).[4]
Havenstein moderierte Kindersendungen wie Sport-Spiel-Spannung. 1984 führte er durch die Sendung Walt Disney’s fröhliche Weihnachten. Er begann eine lange andauernde Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk. In 46 Jahren produzierte er für den Bayerischen Rundfunk rund 3000 Sendungen, so gestaltete er die Hörfunk-Kinderserie Jeremias Schrumpelhut von Wolf-Dieter von Tippelskirch, in der er alle 50 Rollen selbst sprach.[5][6] 1996 schied Havenstein als Moderator beim Hörfunk aus.
Hermann J. Huber: Langen Müller's Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Langen-Müller-Verlag, München u. a. 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 371.
Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3: F – H. John Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 579 f.