Menis Koumandareas (griechisch Μένης Κουμανταρέας; * 4. Januar 1931 in Athen; † 5. Dezember 2014 ebenda) war ein griechischer Schriftsteller.
Koumandareas war ein Vertreter des sozialen Realismus in der griechischen Prosa. Nachdem er sein Studium abgebrochen hatte, arbeitete er mehrere Jahre in Reedereien und Versicherungen, bevor er sich 1982 als freier Schriftsteller vollständig der Literatur widmete, und zwar in seiner Geburtsstadt Athen, die er kaum je verlassen hat und die oft Schauplatz seiner Geschichten ist. In der griechischen Literaturszene machte er erstmals 1962 mit seinem Erzählband Ta mihanakia auf sich aufmerksam. Für seine Kurzgeschichten und Romane wurde Koumandareas mehrfach mit griechischen Literaturpreisen ausgezeichnet (1967, 1976, 2002). Sein Roman I fanella me to 9 (Η φανέλλα με το 9, dt. Das Trikot mit der 9) wurde 1988 von Pantelis Voulgaris verfilmt. Im Jahr 1972 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD[1].
Am 6. Dezember 2014 wurde Menis Koumandareas in seiner Athener Wohnung tot aufgefunden. Die Polizei geht von einem Mord an dem 83-jährigen Schriftsteller aus.[2]
Sein Werk umfasst die folgenden Romane, Erzählungen und Kurzgeschichten, wovon bislang nur ein kleiner Teil ins Deutsche übersetzt wurde:
Daneben erstellte er zahlreiche Übersetzungen ausländischer Autoren, darunter Alberto Moravia, Ernest Hemingway, James Joyce, William Faulkner, Herman Melville, Hermann Hesse, Carson McCullers, Lewis Carroll, Georg Büchner, Edgar Allan Poe, F. Scott Fitzgerald.
Personendaten | |
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NAME | Koumandareas, Menis |
ALTERNATIVNAMEN | Κουμανταρέας, Μένης (griechisch) |
KURZBESCHREIBUNG | griechischer Schriftsteller und Übersetzer |
GEBURTSDATUM | 4. Januar 1931 |
GEBURTSORT | Athen |
STERBEDATUM | 5. Dezember 2014 |
STERBEORT | Athen |